25 km, 900 Höhenmeter, der Pröller Berglauf ist einer der anspruchsvollsten Läufe überhaupt und Michael Gerl, unser beliebter Trampolintrainer, hat es allen gezeigt, sich geplagt und war nach 2 Stunden, 10 Minuten und 55 Sekunden als erster im Ziel. 

Auch unser Nachwuchs war stark: Im Dreikampf belegten Maximilian und Tereza jeweils den 2. Platz, dabei konnte Tereza beim 800m Lauf alle hinter sich lassen. 

Unsere besten Glückwünsche für die erfolgreichen Athleten

 

 

 

Glückliche Teilnehmer nach dem 10 km Lauf bei abschließenden Dehnübungen

 

 In 10 Wochen fit werden für einen 10 km Lauf. Das war das Ziel das sich die Turngemeinde Vilshofen in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk der Abendschau, des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes und der TU München gesteckt hatte. Ein Bewegungsprogramm für jeden, besonders auch, wenn sportliche Betätigung schon weit zurückliegt, für Widereinsteiger und solche, die Motivation brauchen, um sich aus der Couch zu erheben und gemeinschaftlich Sport zu treiben.           

 

Unter fachlicher Anleitung von Petra Zitzke – Lauftreff Gruppenleiterin des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes wurde von ihr ein Trainingsprogramm speziell für Einsteiger entwickelt. Langsamer Start, Schritt für Schritt, sanft aber effektiv mit Tipps fürs Laufen, Ausrüstung, Kraftübungen, Warm-up und Dehnen, Gesundheit und Ernährung.  

 

So kamen bereits in den ersten Trainingstagen viele Teilnehmer die mit jeder Woche immer mehr wurden und so die Gruppe auf 58 anwuchs. Am 29. April begann für die Trainerin und die Gruppe die Herausforderung, sich auf das spannende Abenteuer einzulassen. Mancher fragte sich, ob man denn wirklich nach 10 Wochen einen 10 km Lauf absolvieren könne und diesen Anforderungen gewachsen sei der für viele zu einem Experiment wurde. Die Zuversichtlichkeit von Petra Zitzke, die den Teilnehmern das Programm erklärte, führte auch dazu, dass jeder hoch motiviert ins Training kam. 

 

Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, drei Mal pro Woche ein Training zu absolvieren. Viele nutzten dies und kamen mindestens zwei Mal. Aber auch wenn es aus zeitlichen Gründen nicht ging, konnte jeder auch für sich allein laufen. So erarbeitete man sich die Lauf-Intervalle, die anfangs von Gehpausen unterbrochen wurde. Mit jeder Laufeinheit wurden diese Pausen verkürzt und das Laufen wurde immer mehr in den Vordergrund gerückt. Der Ein oder Andere war überrascht, dass in der Gemeinschaft Sport zu treiben viel Spaß machen kann auch wenn es in mancher Einheit anstrengend wurde. Aber in der Gruppe zu einem vorgegebenen Termin lässt sich halt leichter der innere Schweinehund überwinden. Das Gemeinschaftserlebnis stand im Mittelpunkt, nicht das Einzelkämpferdasein. Der Zusammenhalt der Teilnehmer wurde auch mit jedem Training größer. Und doch hatte jeder, der im laufe der Zeit dazukam, gleich das Gefühl auch er ist ein Teil dieser Gemeinschaft. Dieser „zusammen gewürfelte“ Trupp bestand aus Leuten aus allen Richtungen, die sich vorher nicht gekannt hatten, mit dem einen gemeinsamen Ziel hier das Laufen zu lernen. So kamen die weitesten aus 30 km Entfernung.

 

So verging Woche um Woche. In der ersten Hälfte waren die Temperaturen angenehm, doch musste oft im Regen gelaufen werden. Aber auch dies schreckte die eifrigen Läufer nicht ab. Selbst starker Dauerregen, bei dem man bis auf die Haut durchnässt war, wurde ertragen. Wollte man doch auch zeigen, was man bereit war auszuhalten, auf dem Weg zu einem Läufer. In der zweiten Hälfte kletterten dann die Temperaturen gehörig nach oben. Von 8 bis 38 Grad waren die Läufer bei jedem Wetter unterwegs. Die sportliche Leistung, die erbracht wurde, steigerte sich und trotzdem war man verwundert, dass man es sich anfangs schwerer vorgestellt hatte als es eigentlich wurde.                                                                                                         

Die Trainerin war mit ihren Lauf-Novizen voll des Lobes und es machte ihr sichtlich Spaß mit so einer gemischten Gruppe zu trainieren. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen verhalf sie jedem seinen Traum von einem 10 km Lauf zu erfüllen. Ihr Wissen gab sie gerne weiter, da ihr viele Fragen von den wissbegierigen Läufern gestellt wurden. Stück für Stück kam man dem Ziel näher.   Mit dem Bus fuhr man am 12. Juli bei bedecktem Himmel und angenehmer Temperatur zum 10 km Abschlusslauf in Wolnzach, der live von der Abendschau des Bayerischen Rundfunks übertragen wurde. Auf dem Weg dorthin gab es Starkregen und man bangte ob es der Wettergott dieses Jahr nicht gnädig mit den Läufern meinte. Manch einer schickte ein Stoßgebet gen Himmel und das Wunder geschah, der Regen hörte auf noch bevor der Bus ankam. Das Motto dieses Laufes war: Nicht die Zeit zählt, um ins Ziel zu kommen, sondern das Ankommen. Als man sich im Stadion aufstellte, wurde die Freude immer größer endlich laufen zu dürfen. Als der Startschuss fiel, ging es los. Die Gruppe anfangs noch zusammen vor dem Lauf, wurde schnell auseinander gerissen. Bei knapp 4000 Läufern mischten sich blitzschnell andere Läufer in die Gruppe und so war es nicht möglich zusammen zu bleiben. Aber es wurde vorher bereits ein Treffpunkt ausgemacht, denn jeder sollte in seiner Geschwindigkeit laufen können die er mag. Die Strecke führte durch die Hopfengärten in der Hallertau und auch eine lange Bergstrecke war anfangs zu meistern. Man freute sich, als die erste Verpflegungsstation in Sicht war um Wasser und Obst zu sich zu nehmen. Meistens lief man auf Asphalt, aber auch Feldwege am Waldrand machten den Lauf abwechslungsreich. Die Zuschauer feuerten die Läufer an und auch Alphornbläser brachten ein Ständchen, genauso wie später eine Trommlergruppe. Einige aus der Läufergruppe waren  im Fernsehen zu sehen. Über Nebenstraßen erreichte man Wolnzach, wobei die Straßen von Zuschauern gesäumt waren und jeder kräftig angefeuert wurde. Als man sich später im Ziel einfand, bekam jeder eine Medaille und es waren alle da. Jeder hat laufend sein Ziel geschafft.  Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit, Eifer, Motivation der Gruppe sowie ein durchdachter Trainingsplan führten zum gewünschten Erfolg und es erfüllte sich der Traum für alle, einen 10 km Lauf zu schaffen. Beim anschließenden Marktfest bei dem man gemütlich zusammen saß, wurde noch bei Essen und Trinken viel über dieses eindrucksvolle Ereignis geredet und man war sich einstimmig sicher, diese 3 Monate möchte man nicht missen und es war für alle eine schöne, erfahrungsreiche und sportliche Zeit. Jeder hat sich fest vorgenommen auch weiterhin das Laufen in sein Leben mit einzubeziehen.    

 

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